Künstliche Intelligenz – Geschichte, Gegenwart, Zukunft (Reihe I)

Panel/Sonstiges

Was bedeutet eigentlich KI? Wo setzen wir KI ein und wo und wie wollen wir KI einsetzen? Welche Rolle spielen dabei eigentlich Roboter? Und wie sieht unsere Zukunft mit der KI aus? In drei digitalen Sitzungen bekommen Sie nicht nur Einblicke in das Deutsche Museum München, in neu geplante Ausstellungsbereiche und -konzepte, sondern auch in anwendungsbezogene und theoretische Forschungsprojekte zum Themenfeld der KI. Alle Sitzungen laden zum Diskurs ein und es können die Herausforderungen ebenso diskutiert werden, wie die Innovationspotentiale neuer Technologien für unsere Gesellschaft und Zukunft.

Die Teilnahme umfasst drei Nachmittagstermine in Folge. Dauer der einzelnen Sessions: 90 Minuten.

Die Veranstaltung findet über die Software Zoom statt. Sie erhalten den Link für die Teilnahme per Mail vor dem Veranstaltungstermin.

Bitte melden Sie sich mit Vor- und Nachnamen an unter kerschensteinerkolleg@deutsches-museum.de

Die digitale Reihe ist partizipativ angelegt. Sie haben die Möglichkeit auf einem Miro-Board Spuren zu hinterlassen, eigene Beiträge zu verfassen und sind eingeladen aktiv mitzudiskutieren. Am Ende der Veranstaltung erhalten Sie eine Teilnahmebescheinigung und Dokumentation der Reihe.

Session 1: 08.12.2021 // 16 – 17.30 h

Geschichten und Zugänge der künstlichen Intelligenz

Jakob Tschandl & Florian Müller, Wiss. Mitarbeiter aus dem Forschungsprojekt IGGIIngenieur-Geist und Geistes-Ingenieure: Eine Geschichte der Künstlichen Intelligenz in der Bundesrepublik Deutschland.

Was ist Künstliche Intelligenz? Die Antwort ist nicht so leicht zu geben. Anhand von kurzen Texten wird sich dem Konzept der Künstlichen Intelligenz aus historischer Perspektive über verschiedene Geschichten und Zugänge genähert. Gemeinsam wird mit zwei Forschern aus dem Institut für Wissenschafts- und Technikgeschichte des Deutschen Museums diskutiert, was unter Künstlicher Intelligenz verstanden werden kann.

Florian Müller studierte Wissenschaftsgeschichte. Während seiner Arbeit am Deutschen Technikmuseum in Berlin und am Deutschen Museum Nürnberg beschäftigte er sich unter anderem mit Künstlicher Intelligenz. Aktuell forscht er im Kontext eines Forschungsprojekts zur Geschichte der Künstlichen Intelligenz in der Bundesrepublik zur maschineller Sprachverarbeitung im Forschungsinstitut für Wissenschafts- und Technikgeschichte des Deutschen Museums in München.

Jakob Tschandl ist ausgebildeter Maschineningenieur, hat danach Geschichte an der Universität Wien im Bachelor studiert. Seinen Master absolvierte er an der Technischen Universität Berlin in dem Studiengang Geschichte und Kultur der Wissenschaft und Technik. Seit 2020 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungsinstitut für Wissenschafts- und Technikgeschichte des Deutschen Museums. Im Projekt „IGGI“ beschäftigt er sich mit dem KI-Teilgebiet der Expertensysteme.

Session 2: 09.12.2021 // 16 – 17.30 h

Vielleicht behalten sie uns als Haustiere?! – Roboter zwischen Fluch und Segen.

Nicolas Lange, M.A.; ehem. Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Ausstellungsprojekt Robotik, Deutsches Museum München.

Roboter sind heutzutage in aller Munde. Kannten wir sie bislang vornehmlich als Industrieroboter in Produktionshallen, begegnen sie uns zunehmend in Form von Servicerobotern in unserem Alltag. Die Bewertung dieser Entwicklung bewegt sich dabei im Spannungsfeld zwischen Fluch und Segen. Doch woher rühren die Erwartungen und Ängste? Wie begründet sind sie in Anbetracht des gegenwärtigen Stands der Technik? Und was ist überhaupt ein Roboter? Diese und weitere Fragen rund um diese künstlichen Helfer werden anhand des Konzepts zur neuen Dauerausstellung Robotik des Deutschen Museums diskutiert.

Präsentation mit anschließender Diskussion.

Nicolas Lange, studierte Geschichte und Politologie an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz sowie Geschichte mit dem Schwerpunkt Technikgeschichte an der Technischen Universität Darmstadt. Anschließend absolvierte er sein wissenschaftliches Volontariat im Deutschen Museum und war dort von Mai 2018 bis September 2021 als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Planung und Umsetzung der neuen Dauerausstellung Robotik beteiligt.

Session 3: 10.12.2021 // 16 – 17.30 h

Geriatronik - Der Einsatz von KI in der Altenpflege

Dr. Sabina Muminovic, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Deutsches Museum München im Projekt Geriatronik/ Abteilung Bildung.

Geriatronik bezeichnet den Einsatz von Robotik, Mechatronik und Informationstechnik, hier insbesondere von maschineller Intelligenz und 3D-Technologie, in der Geriatrie, Gerontologie und in der medizinischen Versorgung. Die wesentlichen Ziele dieser neu entwickelten Technologien sind einerseits der Erhalt der Mobilität sowie der zwischenmenschlichen Interaktion und Kommunikation im Alter, andererseits der Selbstständigkeit durch technische und intuitiv zu bedienende, lernfähige und damit personalisierbare Assistenzsysteme. Darüber hinaus ist ein weiteres zentrales Ziel der Geriatronik die Unterstützung und Entlastung von Pflegekräften, insbesondere bei nicht pflegerischen Aufgaben sowie nicht ergonomischen und damit langfristig gesundheitsbeeinträchtigenden Tätigkeiten. Diese Sitzung fordert dazu auf den Einsatz von KI in der Altenpflege kritisch zu diskutieren und verschiedene Perspektiven dabei einzunehmen.

Ein interaktives Format das zur Argumentation und Positionierung einlädt.

Sabina Muminovic ist wissenschaftliche Mitarbeiterin Deutsches Museum München im Projekt Geriatronik. Sie studierte 2004-2009 Physik an der Universität in Sarajevo. Ihre Spezialisierung war im Bereich Nuklearphysik und ionisierende Strahlung. In dieser Zeit war sie außerdem wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Onkologie der Universitätsklinik von Sarajevo und unterrichtete Physik an einem Gymnasium. Von 2015 bis 2020 promovierte sie an der Universität Flensburg zum Thema „Kraft des Robert Hooke“. Seit 2019 arbeitet sie im Projekt Geriatronik am Deutschen Museum München. Das Projekt behandelt das selbstbestimmte Leben im Alter unter Einsatz von Robotik zur Erleichterung des Alltags der Senior:innen und der Pflegekräfte.

Beginn
08.12.2021
16:00 Uhr
Ende
10.12.2021
17:30 Uhr
Ort
Deutsches Museum
Museumsinsel 1
80538 München
Veranstalter
Maximale Teilnehmerzahl
25
Anmeldestart
22.11.2021
Anmeldeschluss
06.12.2021
Kostenlos

Bilder der Veranstaltung