Eröffnung Sonderausstellung "Die Schatzinsel: Kostbarkeiten im Museum Mineralogia"

Ausstellung/Installation/Vortrag

Die Sonderausstellung „Die Schatzinsel: Kostbarkeiten im Museum Mineralogia: Eine Entdeckungsreise durch Natur und Technik“ widmet sich ästhetischen sowie historischen Mineralen, Kristallen und Ausstellungsstücken aus der Mineralogischen Staatssammlung München und dem Archiv der Ludwig-Maximilians-Universität und zeigt wie diese Objekte in der Forschung untersucht und für die technologische Entwicklung genutzt wurden und werden. Ein besonderes Erlebnis ist, dass es diverse Großobjekte, wie Bergkristalle, Meteorite und Sandrosen zum Anfassen gibt.

Besondere historische Highlights in der Sonderausstellung sind neben dem König-Ludwig-Diamanten, diverse Minerale aus der Leuchtenbergsammlung, wie beispielsweise dem Leuchtenberg-Smaragd. Außerdem werden Edelsteine und historisch bedeutende Edelsteinschliffe gezeigt. Zudem werden Zeichnungen von Mineraldünnschliffen aus dem 19. Jh. ausgestellt. Diese vermitteln den Besuchern wie in den Geowissenschaften damals, aber auch heute geologische Materialien wie Minerale, Erze oder Gesteine mikroskopisch untersucht werden. Ein weiteres Highlight ist eine Sammlung von Meteoriten, auch vom Mond und Mars, und einem Bezug, was diese Meteoriten über unser Sonnensystem und unsere Erde verraten. Hier wird auch die aktuelle Forschung der Mineralogischen Staatssammlung, z.B. in Vorbereitung von Mond- und Marsmissionen deutlich. Neben Meteoriten, die weltweit gefunden wurden, widmet sich eine Vitrine speziell den Meteoriten, die in Bayern gefunden wurden bzw. ihre zum Teil gewaltigen Einschlagspuren hinterließen. So kann der Meteorit von Mauerkirchen in Bayern, der beim Fall im 18. Jahrhundert beobachtet wurde, zusammen mit der damaligen Beschreibung bewundert werden. Auch ist der große Gibeon-Eisen-Meteorit aus Namibia ausgestellt, mit einem Gewicht von 289 kg. Bei uns kann man diese kosmische Materie direkt anfassen. Am Beispiel von Gesteinen aus dem Nördlinger Ries, einem sehr großen und auf der Erde besterhaltenen und besterforschten Meteoriten -Einschlagskrater, machen wir deutlich, was passiert, wenn ein großer Meteorit einschlägt. Beim Rieskrater geht man zum Beispiel davon aus, dass ein Meteorit mit einem Durchmesser von 1,5 km eingeschlagen ist. 

Der Themenbereich Rohstoffe zeigt, wie die Minerale aussehen, die in vielen unserer Alltagsgegenstände zu finden bzw. verarbeitet sind. Diese Ausstellung beinhaltet die Lithiumminerale, die für die Herstellung von Batterien benötigt werden und somit das aktuelle Thema der E-Mobilität widerspiegeln, aber auch die Minerale und Rohstoffe die für Smartphones, Leitungen, Halbleiter und Solarzellen. Hier darf auch der Quarz nicht fehlen, der in Rechnern, Radar, Sonar für den Takt sorgt und in der Natur eine große Vielfalt an Varietäten zeigt. Minerale, wie Halit, das Salz, von dem sich die Hallstatt-Kultur ableitet, spielten eine entscheidende Rolle in der Kulturgeschichte, und sind heute wie damals eine wichtige Ressource für die Menschheit.

Programmpunkte:

  • Eröffnungsrede
  • Kurze Fachvorträge zum Thema Meteoriten und Rohstoffe
  • Besuch der Sonderausstellung
Beginn
09.12.2021
19:00 Uhr
Ende
09.12.2021
21:00 Uhr
Ort
Museum Mineralogia München
Theresienstr. 41
80333 München
Veranstalter
Kooperations- partner*innen

Staatliche Naturwissenschaftliche Sammlungen Bayerns (SNSB)

Kostenlos