Quantencomputer: Ungeahnte Rechenkraft mit Qubits

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Wie Quantencomputer funktionieren, ist schwer zu verstehen. Selbst Einstein fand das, was in der Quantenwelt vor sich geht, „spukhaft“. Dennoch ist es Forschungseinrichtungen und Unternehmen gelungen, auf Basis von Ideen, die bisher nur als wissenschaftliche Theorien existierten, erste funktionsfähige Quantenrechner zu bauen. Noch sind diese aber ziemlich fehleranfällig. Wann wird sich das ändern? Und wieso eröffnen Quantencomputer ungeahnte Möglichkeiten? Mit Luise Allendorf-Höfer vom Deutschen Museum, Laura Schulz vom Leibniz Rechenzentrum, Martin Leib vom Quantencomputerhersteller IQM und Prof. Michael Hartmann von der Universität Erlangen-Nürnberg suchen wir nach Antworten.

Vor zwei Jahren wurde in einem Forschungsexperiment erstmals bewiesen, dass Quantencomputer klassischen Rechnern bei bestimmten, komplexen Aufgaben nicht nur in der Theorie, sondern tatsächlich überlegen sind. Sie rechnen nicht mit Bits, die nur die Werte 0 oder 1 annehmen können, sondern mit Qubits, die 0, 1 oder jeglichen Überlagerungszustand dazwischen darstellen können. Das verleiht ihnen das Potenzial, aufwendige Simulationen, zum Beispiel von Molekülen, oder komplizierter Simulationsaufgaben, zum Beispiel zur intelligenten Verkehrssteuerung, zu berechnen, an denen aktuelle Supercomputer scheitern.

Noch verfügen Quantencomputer allerdings über wenige Qubits und erzeugen viele Fehler, weshalb sie für den Alltagseinsatz nicht geeignet sind. Wann wird sich das ändern? In fünf, zehn oder in fünfzig Jahren? Welche Chancen würden sich dadurch ergeben? Und sind Quantencomputer gefährlich?

Mit vier Expertinnen und Experten aus Startups und Wissenschaft wollen wir erklären, wie Quantencomputer funktionieren und wie revolutionär ihr Durchbruch wirklich sein könnte: Luise Allendorf-Höfer ist als Kuratorin am Deutschen Museum verantwortlich dafür, den Google-Quantenchip Sycamore in die Ausstellung zu integrieren, Laura Schulz vom Leibniz Rechenzentrum arbeitet daran, einen Supercomputer und einen Quantencomputer zu kombinieren, Martin Leib ist für den Quantencomputerhersteller IQM tätig, der den Quantenvorteil möglichst bald nutzbar machen will, und Prof. Michael J. Hartmann hat an der Universität Erlangen-Nürnberg den Lehrstuhl für Theoretische Physik inne und erforscht unter anderem Möglichkeiten, um die Fehleranfälligkeit von Quantencomputern zu reduzieren.

Hier geht's zum Livestream
https://youtu.be/nUBQv-LG5H4

Beginn
15.11.2021
18:00 Uhr
Ende
15.11.2021
19:00 Uhr
Ort
Deutsches Museum
Museumsinsel 1
80538 München
Raum
Streaming-Dome
Veranstalter
Kooperations- partner*innen

1E9

Leibniz Rechenzentrum

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Kostenlos

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